10. Endlich Fische

Kauf der Fische

Endlich ist die Zeit des Wartens vorbei, das Becken ist eingefahren und Du kannst Deine ersten Fische kaufen. Jedoch sollte man nie alle geplanten Fische auf einmal holen, denn dann kann es zu einem erneuten Anstieg des Nitritwertes kommen.

Sinnvoll ist es, die Einlaufphase zu nutzen und sich schon mal umzusehen, wo man seine Wunschfische kaufen wird. Man sollte sich die Becken und die Fische in Ruhe anschauen, am günstigsten ist das gleich morgens zur Geschäftseröffnung, denn dann sieht man das wahre „Gesicht“ der Becken. Schwimmen beispielsweise tote Fische im Händlerbecken, so spricht das nicht gerade für den Laden. In dieser Recherchezeit kann man das Geschäft ruhig mehrmals besuchen und auch auf das Verhalten der Fische achten, z. B. ist ein Flossenklemmen oder weiße Punkte auf den Fischen kein gutes Zeichen. Durch sorgsames Beobachten der Tiere und eine umfassende Beurteilung des Ladens – Sauberkeit, Richtigkeit und Ausführlichkeit der Beratung – kann man sich durchaus einigen ärger ersparen, wenn man bemerkt, dass die Tiere sich in keinem guten Zustand befinden. Es ist auch sinnvoll, den Verkäufer ein bisschen in die Mangel zu nehmen um zu erfahren, ob er „nur verkaufen“ will oder ob ihm fundierte Beratung und somit das Wohl der Fische am Herzen liegen. Ruhig ein paar Fragen stellen und im Zweifelsfall die Antworten hier im Forum von erfahrenen Aquarianern durchleuchten lassen! Informationen im Vorfeld zu sammeln ist auf alle Fälle besser, als sich Fische in einem geschwächten Zustand ins Becken zu holen und möglicherweise gleich Krankheiten einzuschleppen oder nach wenigen Stunden tote Fische zu haben.

Transport der Fische

Wenn man die Fische gekauft hat und sie sich im Transportbeutel befinden, sollte man darauf achten, dass dieser zudem in Zeitungspapier eingepackt wird. Das schützt vor Kälte und bedeutet auch weniger Umzugsstress für die Fische. Je dunkler es während des Transports ist, desto weniger Stress haben die Fische.
Gehe mit den gekauften Fischen nun direkt nach Hause, da der Transport für die Tiere nicht gerade angenehm oder gar komfortabel ist.

Einsetzen der Fische

Zuhause angekommenist es an der Zeit, die Fische vorsichtig umzusetzen.
Das geht am besten und einfachsten mit einem viereckigen Gefäß. Wenn kein solches übergangsbehältnis vorhanden ist, kannst Du Dir auch mit einem Eimer behelfen. Hier ist zu beachten, dass dieses Gefäß nur für das Aquarium benutzt wird und keinesfalls mit Putzmitteln oder anderen Chemikalien in Berührung kommt. Vorsichtig werden die Fische nun zusammen mit dem Transportwasser aus der Tüte hier eingesetzt. Nach und nach füllt man immer wieder geringe Mengen Aquarienwasser mit ein. Dieser Prozess sollte sich über gut zwei Stunden hinziehen.
Jetzt kommt der letzte Schritt: Mit Vorsicht und Geduld macht man sich nun daran, die Fische mit einem Kescher aus dem übergangszuhause herauszuholen. Wenn man einen Fisch im Kescher hat, sollte man ihn zügig, jedoch nicht mit hektischen und unruhigen Bewegungen ins Aquarium umsetzen.

Beim Umsetzen ist darauf zu achten, dass nichts vom Transportwasser, also Wasser aus dem übergangsgefäß, mit ins Aquarium gelangt. Dies birgt eine unnötige Infektionsgefahr. Wer ganz sicher gehen will, sich mit den neuen Fischen keine Infektion mit in das Aquarium einzuschleppen, muss den Fisch mindestens drei Wochen in ein Quarantänebecken setzen und erst danach in sein Bestimmungsaquarium einsetzen.
Das Umsetzwasser kann man jedoch auch gut zum Gießen der Blumen verwenden.

Besonderheiten

Fischen mit Hartflossen, beispielsweise Antennenwelsmännchen, können sich im normalen Kescher verhaken. Hier ist es am besten, wenn man das Netz einfach umstülpt und in das Aquarium hängt oder stellt. Der Fisch befreit sich von alleine, wenn der Umsetzstress nachlässt und er seine Flossen entspannt. Ein Futternetz, welches eine viel feinere Netzstruktur hat und nicht so anschmiegsam ist, wäre auch eine Möglichkeit für solche Fische. Das gilt auch für die Otocinclus, sie haben kleine „Stacheln“ am Mund. Wenn sie sich damit im Netz verhaken, würden diese beim Einsetzen herausgerissen, der Fisch könnte dann nicht mehr richtig fressen und deswegen langsam verhungern. Hier wäre ein Umsetzen mit einem Glas statt Kescher empfehlenswert.

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